Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version V2026.2 · Stand: 14.10.2026

Diese AGB gelten für Unternehmer und Verbraucher; Regelungen, die nur für einen der beiden Kundenkreise gelten, sind entsprechend gekennzeichnet.

Teil A – Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Geltungsbereich, Begriffe, Rangfolge

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge der Exoma GmbH, Ahegg 22, 88239 Wangen im Allgäu („Exoma“), mit ihren Kunden über IT-Dienstleistungen, Projekte und Werkleistungen, den Verkauf von Hardware sowie die Bereitstellung von Software, Lizenzen und Cloud-Diensten Dritter.

(2) Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Regelungen, die „gegenüber Unternehmern“ gelten, finden auf Verbraucher keine Anwendung.

(3) Teil A gilt für alle Verträge. Ergänzend gelten Teil B für Dienstleistungen, Teil C für Projekte und Werkleistungen, Teil D für den Verkauf von Hardware und Teil E für Software, Lizenzen und Cloud-Dienste Dritter. Teil F enthält zusätzliche Bestimmungen für Verbraucher; er geht den übrigen Teilen vor.

(4) Individuelle Vereinbarungen, insbesondere der IT-Servicevertrag, ein Angebot oder eine Leistungsbeschreibung, gehen diesen AGB vor.

(5) Gegenüber Unternehmern gelten diese AGB in ihrer jeweiligen Fassung auch für künftige Verträge, ohne dass Exoma erneut auf sie hinweisen muss. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn Exoma ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder Leistungen in ihrer Kenntnis vorbehaltlos erbringt.

§ 2 Vertragsschluss, Vertretung

(1) Angebote von Exoma sind freibleibend, soweit sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Verbindliche Angebote sind, soweit nicht anders angegeben, 14 Tage ab Angebotsdatum gültig.

(2) Der Vertrag kommt durch Annahme eines verbindlichen Angebots, durch Auftragsbestätigung von Exoma in Textform oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.

(3) Bestellt ein Unternehmer, versichert die bestellende Person, zur Vertretung des Kunden berechtigt zu sein. Exoma darf vor Ausführung einen Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangen. Aufträge, die über das Ticketportal oder von den im IT-Servicevertrag benannten Ansprechpartnern erteilt werden, gelten als vom Kunden erteilt.

§ 3 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die im Angebot oder in der Auftragsbestätigung genannten Preise, im Übrigen die bei Vertragsschluss gültige Preisliste von Exoma. Gegenüber Unternehmern verstehen sich alle Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Verbrauchern sind die angegebenen Preise Endpreise einschließlich Umsatzsteuer.

(2) Rechnungen gegenüber Unternehmern sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zu zahlen, soweit nichts anderes vereinbart ist. Rechnungen gegenüber Verbrauchern sind sofort ohne Abzug fällig; bei Reparaturen und Abholung von Hardware ist die Zahlung bei Übergabe zu leisten.

(3) Exoma kann bei Neukunden, bei Hardwarebestellungen mit einem Wert über 2.500 EUR netto oder bei begründeten Zweifeln an der Zahlungsfähigkeit des Kunden angemessene Vorauszahlung oder Sicherheit verlangen.

(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Unternehmern kann Exoma nach Ankündigung mit einer Frist von 14 Tagen weitere Leistungen bis zum Ausgleich zurückhalten.

(5) Der Kunde kann nur mit Forderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind oder die mit der Forderung von Exoma in einem Gegenseitigkeitsverhältnis stehen. Gegenüber Unternehmern gilt: Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis.

§ 4 Mitwirkung des Kunden, Datensicherung

(1) Der Kunde unterstützt Exoma bei der Leistungserbringung. Er stellt insbesondere rechtzeitig Zugang zu Räumen, Systemen und Zugangsdaten, die erforderlichen Informationen sowie einen fachkundigen Ansprechpartner bereit.

(2) Vor Arbeiten an Systemen oder Geräten sichert der Kunde seine Daten vollständig, soweit Exoma die Datensicherung nicht ausdrücklich übernommen hat. Exoma weist den Kunden vor Arbeiten, bei denen ein erhöhtes Risiko für Datenverlust besteht, hierauf gesondert hin.

(3) Erfüllt der Kunde eine Mitwirkungspflicht nicht oder nicht rechtzeitig, verschieben sich vereinbarte Termine angemessen. Exoma kann den dadurch entstehenden Mehraufwand nach den vereinbarten Stundensätzen berechnen.

§ 5 Fernwartung

(1) Exoma kann Leistungen per Fernwartung erbringen. Eine Fernwartungssitzung findet nur auf Anforderung oder mit Zustimmung des Kunden statt, sofern nicht im IT-Servicevertrag ein dauerhafter Zugriff, etwa für Patchmanagement und Monitoring, vereinbart ist.

(2) Der Kunde kann eine laufende Sitzung jederzeit beenden. Exoma protokolliert Fernwartungssitzungen und greift nur auf die Systeme und Daten zu, die für die Leistung erforderlich sind.

§ 6 Datenschutz, Auftragsverarbeitung

(1) Soweit Exoma für einen Unternehmer personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, insbesondere bei Fernwartung, Störungsbehebung oder Arbeiten an Datenträgern, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Ist im Einzelfall kein gesonderter Vertrag geschlossen, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag von Exoma in der bei Auftragserteilung abrufbaren Fassung www.exoma-solutions.de/avv als vereinbart.

(2) Arbeiten für Verbraucher an privat genutzten Geräten erfordern keinen Auftragsverarbeitungsvertrag. Nutzt ein Verbraucher das Gerät auch beruflich, teilt er dies bei der Auftragserteilung mit.

(3) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten der Kunden durch Exoma als Verantwortliche enthält die Datenschutzerklärung unter www.exoma-solutions.de/datenschutz.

§ 7 Vertraulichkeit

(1) Die Parteien behandeln Geschäftsgeheimnisse und als vertraulich bezeichnete Informationen der anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrags. Die Pflicht gilt 5 Jahre über das Vertragsende hinaus, für Geschäftsgeheimnisse unbefristet.

(2) Die Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren oder deren Offenlegung gesetzlich oder behördlich angeordnet ist. Exoma verpflichtet ihre Mitarbeiter und eingesetzte Subunternehmer entsprechend.

§ 8 Haftung

(1) Exoma haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung nach Satz 1 zusätzlich der Höhe nach begrenzt auf den höheren der folgenden Beträge: das Doppelte des Auftragswerts oder 50.000 EUR je Schadensfall. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Für den Verlust von Daten haftet Exoma nur in Höhe des Aufwands, der zu ihrer Wiederherstellung bei ordnungsgemäßer, dem Risiko angemessener Datensicherung durch den Kunden erforderlich gewesen wäre. Dies gilt nicht, soweit Exoma die Datensicherung ausdrücklich übernommen hat; insoweit gelten Abs. 1 und 2.

(4) Gegenüber Unternehmern verjähren Schadensersatzansprüche, die nicht unter Abs. 1 fallen, in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.

(5) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Exoma. Abweichende Haftungsregelungen im IT-Servicevertrag gehen vor.

§ 9 Höhere Gewalt

Ereignisse, die Exoma nicht zu vertreten hat und die die Leistung wesentlich erschweren oder unmöglich machen, etwa Naturereignisse, großflächige Ausfälle von Strom-, Telekommunikations- oder Cloud-Infrastruktur, Cyberangriffe auf Hersteller, behördliche Maßnahmen oder Lieferausfälle von Herstellern, verlängern Leistungsfristen um die Dauer der Behinderung und eine angemessene Anlaufzeit. Dauert die Behinderung länger als 3 Monate, kann jede Partei vom betroffenen Vertrag ganz oder teilweise zurücktreten oder ihn kündigen. Bereits erbrachte Gegenleistungen erstattet Exoma.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Änderungen dieser AGB gelten für bestehende Verträge nur, wenn der Kunde ihnen zustimmt.

(2) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.

(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz von Exoma. Exoma kann den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.

(4) Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleiben die übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Teil B – Dienstleistungen

§ 11 Art der Leistung

(1) IT-Support, Fernwartung, Beratung, Schulung und Administration erbringt Exoma als Dienstleistung. Exoma schuldet die fachgerechte Ausführung der Tätigkeit, jedoch keinen bestimmten Erfolg, soweit dieser nicht ausdrücklich vereinbart ist.

(2) Exoma darf qualifizierte Subunternehmer einsetzen und bleibt für deren Leistungen verantwortlich.

§ 12 Abrechnung

(1) Dienstleistungen werden nach Aufwand zu den vereinbarten Stundensätzen abgerechnet. Abgerechnet wird je angefangene 15 Minuten. Fahrzeiten ab dem Sitz von Exoma gelten als Arbeitszeit; Kilometergeld und Anfahrtspauschalen fallen nicht an.

(2) Leistungen außerhalb der Geschäftszeiten (Montag bis Donnerstag 07:00 bis 17:00 Uhr, Freitag 07:00 bis 16:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Baden-Württemberg) erbringt Exoma nur nach Vereinbarung oder Verfügbarkeit und mit den Zuschlägen der Preisliste.

(3) Exoma dokumentiert den Aufwand im Ticketsystem und weist ihn in der Rechnung aus. Einwendungen gegen die Abrechnung erhebt ein Unternehmer innerhalb von 4 Wochen nach Rechnungszugang in Textform; Exoma weist in der Rechnung auf diese Frist und die Folgen ihres Ablaufs hin. Unterlässt er dies, gilt die Abrechnung als genehmigt.

(4) Ist absehbar, dass ein Auftrag mehr als 2 Stunden erfordert, stimmt Exoma das weitere Vorgehen vorher mit dem Kunden ab. Ausgenommen sind Maßnahmen zur Abwehr eines akuten Schadens.

Teil C – Projekte, Werkleistungen und Reparaturen

§ 13 Leistungsumfang, Änderungen

(1) Für Projekte und Werkleistungen, etwa Installationen, Migrationen, Netzwerkeinrichtungen oder Reparaturen, ist die Leistungsbeschreibung im Angebot maßgeblich. Angaben in Prospekten oder auf der Website sind keine Beschaffenheitsvereinbarung.

(2) Wünscht der Kunde Änderungen des Leistungsumfangs, teilt Exoma die Auswirkungen auf Vergütung und Termine mit. Die Änderung wird erst mit Vereinbarung in Textform verbindlich. Mehraufwand wird nach Aufwand berechnet, soweit nichts anderes vereinbart ist.

(3) Ein Kostenvoranschlag ist unverbindlich, soweit er nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet ist. Zeichnet sich eine Überschreitung um mehr als 20 % ab, zeigt Exoma dies unverzüglich an; der Kunde kann den Vertrag dann kündigen und schuldet die bis dahin erbrachten Leistungen (§ 649 BGB). Die Erstellung eines Kostenvoranschlags ist nur kostenpflichtig, wenn dies vorher vereinbart wurde.

§ 14 Abnahme

(1) Exoma zeigt die Fertigstellung an. Der Kunde nimmt die Leistung innerhalb von 10 Werktagen ab, sofern sie keine wesentlichen Mängel aufweist. Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme; sie werden im Rahmen der Mängelrechte beseitigt.

(2) Die Leistung gilt als abgenommen, wenn Exoma dem Kunden nach Fertigstellung eine angemessene Frist zur Abnahme gesetzt hat und der Kunde die Abnahme nicht innerhalb dieser Frist unter Angabe mindestens eines Mangels verweigert hat. Gegenüber Verbrauchern tritt diese Folge nur ein, wenn Exoma den Verbraucher zusammen mit der Aufforderung zur Abnahme in Textform auf diese Folge hingewiesen hat (§ 640 Abs. 2 BGB).

(3) Bei in sich abgeschlossenen Teilleistungen kann Exoma Teilabnahmen verlangen.

§ 15 Mängel bei Werkleistungen

(1) Bei Mängeln leistet Exoma nach eigener Wahl Nacherfüllung durch Beseitigung des Mangels oder Neuherstellung. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde nach den gesetzlichen Vorschriften mindern, zurücktreten oder Schadensersatz nach § 8 verlangen.

(2) Gegenüber Unternehmern verjähren Mängelansprüche in 12 Monaten ab Abnahme. Dies gilt nicht für Ansprüche nach § 8 Abs. 1. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Fristen.

§ 16 Reparaturen und abgegebene Geräte

(1) Der Kunde sichert vor Abgabe eines Geräts seine Daten (§ 4 Abs. 2). Exoma ist nicht verpflichtet, Daten auf dem Gerät zu erhalten, soweit dies für die Reparatur nicht ausdrücklich vereinbart ist. Exoma greift auf Daten nur zu, soweit dies für die Reparatur erforderlich ist.

(2) Bei Abgabe erhält der Kunde einen Annahmeschein. Ersetzte Teile gehen in das Eigentum von Exoma über, sofern der Kunde nicht bei Auftragserteilung ihre Herausgabe verlangt.

(3) Der Kunde holt das Gerät innerhalb von 4 Wochen nach Mitteilung der Fertigstellung oder der Nichtreparierbarkeit ab. Danach kann Exoma ein angemessenes Lagergeld von 10 EUR je angefangener Woche berechnen. Wegen ihrer Forderungen aus dem Auftrag steht Exoma ein Pfandrecht an dem Gerät zu (§ 647 BGB). Holt der Kunde das Gerät trotz zweimaliger Aufforderung in Textform nicht innerhalb von 3 Monaten ab, kann Exoma es nach den gesetzlichen Vorschriften verwerten; vor einer Verwertung werden gespeicherte Daten sicher gelöscht.

Teil D – Verkauf von Hardware

§ 17 Lieferung, Gefahrübergang

(1) Liefertermine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich vereinbart sind. Exoma ist zu Teillieferungen berechtigt, soweit sie dem Kunden zumutbar sind.

(2) Wird Exoma trotz eines rechtzeitig geschlossenen Einkaufsvertrags von ihrem Lieferanten nicht beliefert und hat Exoma dies nicht zu vertreten, kann Exoma vom Vertrag zurücktreten. Exoma informiert den Kunden unverzüglich und erstattet bereits geleistete Zahlungen.

(3) Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an das Transportunternehmen, bei Abholung mit Bereitstellung und Mitteilung der Abholbereitschaft auf den Kunden über. Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher über.

(4) Versandkosten werden gesondert berechnet, soweit nichts anderes vereinbart ist.

§ 18 Eigentumsvorbehalt

(1) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum von Exoma.

(2) Gegenüber Unternehmern gilt ergänzend: Die Ware bleibt Eigentum von Exoma bis zur Begleichung aller Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung. Der Kunde darf die Ware im ordentlichen Geschäftsgang weiterveräußern; er tritt Exoma bereits jetzt die daraus entstehenden Forderungen in Höhe des Rechnungsbetrags ab. Verpfändung und Sicherungsübereignung sind ohne Zustimmung von Exoma unzulässig. Exoma gibt Sicherheiten frei, soweit ihr Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als 10 % übersteigt.

§ 19 Mängelrechte beim Kauf

(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.

(2) Gegenüber Unternehmern gilt: Ist der Kunde Kaufmann, hat er die Ware unverzüglich nach Erhalt zu untersuchen und Mängel unverzüglich in Textform anzuzeigen (§ 377 HGB). Exoma leistet Nacherfüllung nach eigener Wahl durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung. Mängelansprüche verjähren in 12 Monaten ab Ablieferung; für gebrauchte Ware sind sie ausgeschlossen. Diese Einschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach § 8 Abs. 1 und nicht für Rückgriffsansprüche nach §§ 445a, 478 BGB.

(3) Keine Mängel sind Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung, Eingriffe des Kunden oder Dritter, Betrieb außerhalb der Herstellervorgaben oder normalen Verschleiß entstehen.

(4) Herstellergarantien bestehen neben den gesetzlichen Mängelrechten. Ihr Inhalt richtet sich nach den Garantiebedingungen des Herstellers. Exoma unterstützt bei der Abwicklung; der Aufwand ist kostenpflichtig, soweit kein Mangel vorliegt, für den Exoma einzustehen hat.

(5) Für den Verkauf an Unternehmer besteht kein gesetzliches Widerrufs- oder Rückgaberecht. Rücknahmen erfolgen nur nach individueller Vereinbarung.

Teil E – Software, Lizenzen und Cloud-Dienste Dritter

§ 20 Bereitstellung, Bedingungen der Hersteller

(1) Exoma stellt Software, Lizenzen und Cloud-Dienste von Herstellern bereit, etwa Microsoft 365, Securepoint, Keeper, Veeam oder TERRA CLOUD. Exoma ist nicht Hersteller und schuldet nicht die Verfügbarkeit oder Funktionsfähigkeit dieser Produkte, sondern deren ordnungsgemäße Beschaffung und Bereitstellung.

(2) Für die Nutzung gelten ergänzend die Lizenz- und Nutzungsbedingungen des jeweiligen Herstellers, etwa der Microsoft-Kundenvertrag. Exoma stellt sie vor Vertragsschluss zur Verfügung oder nennt die Fundstelle. Soweit der Hersteller dies verlangt, nimmt der Kunde seine Bedingungen vor der Bereitstellung an. Der Kunde erhält Nutzungsrechte nur im Umfang der Herstellerbedingungen; sie sind nicht übertragbar, soweit diese nichts anderes zulassen.

(3) Exoma darf Daten, die für die Bereitstellung erforderlich sind, etwa Firmenname, Domain und Anzahl der Lizenzen, an den Hersteller und an Distributoren weitergeben.

§ 21 Laufzeit, Mengenänderungen, Preise

(1) Laufzeit, Kündigungsfristen und die Möglichkeit, Lizenzmengen zu verringern, richten sich nach den Bedingungen des Herstellers für das jeweilige Produkt. Exoma nennt sie im Angebot. Bei Lizenzen mit fester Laufzeit, etwa Jahresabonnements, ist eine Verringerung oder Kündigung vor Ablauf der Laufzeit nicht möglich; die Vergütung bleibt bis zum Laufzeitende geschuldet.

(2) Erhöhungen der Lizenzmenge sind jederzeit möglich und werden ab Bereitstellung abgerechnet.

(3) Gegenüber Unternehmern gilt: Ändert der Hersteller oder Distributor seine Preise, kann Exoma die Vergütung im gleichen Verhältnis anpassen; Preissenkungen gibt Exoma weiter. Exoma kündigt eine Erhöhung mindestens 4 Wochen vorher in Textform an, soweit der Hersteller dies zulässt. Bei einer Erhöhung um mehr als 5 % kann der Kunde das betroffene Produkt zum Wirksamwerden kündigen, soweit die Herstellerbedingungen dies zulassen.

§ 22 Daten bei Vertragsende

Mit Ende der Lizenz enden die Nutzungsrechte. Die beim Hersteller gespeicherten Daten werden nach dessen Bedingungen gelöscht. Exoma weist den Kunden rechtzeitig vor Ende auf die Löschung hin. Der Kunde ist für den rechtzeitigen Export seiner Daten verantwortlich; Unterstützung durch Exoma wird nach Aufwand berechnet.

Teil F – Besondere Bestimmungen für Verbraucher

§ 23 Widerrufsrecht

(1) Wird ein Vertrag mit einem Verbraucher ausschließlich über Fernkommunikationsmittel geschlossen, etwa per Telefon, E-Mail oder über die Website, steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach Maßgabe der Widerrufsbelehrung zu, die Exoma ihm vor Vertragsschluss zur Verfügung stellt. Das gilt auch für Leistungen per Fernwartung.

(2) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass Exoma vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Dienstleistung beginnt, hat er bei einem Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen zu leisten. Ist die Dienstleistung vollständig erbracht, erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Verbraucher vorher ausdrücklich zugestimmt und bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert. Exoma bestätigt dies auf einem dauerhaften Datenträger.

(3) Ein Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen über Waren, die nach Vorgaben des Verbrauchers angefertigt oder eindeutig auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, etwa individuell zusammengestellte Computer.

(4) Bei Verträgen, die in den Geschäftsräumen von Exoma geschlossen werden, etwa bei Abgabe eines Geräts zur Reparatur, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.

§ 24 Mängelrechte, Aktualisierungen

(1) Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Mängelrechte und Verjährungsfristen. Bei Waren mit digitalen Elementen besteht die gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung von Aktualisierungen (§ 475b BGB); Exoma erfüllt sie durch Weitergabe der vom Hersteller bereitgestellten Aktualisierungen.

(2) Bei Verträgen mit fester Laufzeit, etwa Abonnements für Software, gilt gegenüber Verbrauchern: Die erste Laufzeit beträgt höchstens 2 Jahre. Nach ihrem Ablauf verlängert sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

§ 25 Streitbeilegung

Exoma ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.